Verfahrenslösung für Gärreste

Gärreste verwerten: zusätzliches Biogas und Biomethan gewinnen

Faserreiche Gärreste aus bestehenden Biogasanlagen enthalten häufig noch nutzbares organisches Potenzial. Das Verfahren kombiniert Aufbereitung, Hydrolyse und Nachvergärung, um zusätzliche Energie zu gewinnen und Nährstoffe als Düngemittel aufzuwerten.

Technologiebasis: Europäische Patentanmeldung EP 4 410 946 A2

Ausgangsproblem

Warum faserreiche Gärreste häufig noch nutzbares Methanpotenzial enthalten

Nach der ersten Methanfermentation verbleiben insbesondere lignocellulosehaltige Pflanzenfasern. Sie sind mikrobiologisch schwer zugänglich, enthalten jedoch weiterhin energetisch nutzbare organische Substanz. Gleichzeitig besitzen die Rückstände wertvolle mineralische Pflanzennährstoffe, die in anwendungsfähige Produkte überführt werden sollen.

Verfahrensprinzip

Von Gärresten zu zusätzlichem Biogas, Biomethan und Düngemitteln

01

Annahme und Aufbereitung

Feste Fermentationsrückstände mit hohem Trockensubstanzanteil werden angenommen, gegebenenfalls mit weiteren rohfaserreichen Reststoffen gemischt und mechanisch aufbereitet.

02

Aerobe Vorbehandlung

Eine intensive, zeitlich begrenzte Sauerstoffbehandlung – als Intensivrotte und/oder in der Biosuspension – verbessert die Zugänglichkeit der faserreichen organischen Bestandteile.

03

Herstellung der Biosuspension

Filtrate und Kondensate aus der nachgeschalteten Aufbereitung werden als Prozessflüssigkeit zurückgeführt. So entsteht eine pumpfähige Biosuspension für die Nassfermentation.

04

Mehrstufige Methanbildung

Hydrolyse und anaerobe Methanbildung erfolgen räumlich getrennt. Kulturerhaltende Prozessführung und mesophile beziehungsweise thermophile Stufen unterstützen einen stabilen biologischen Abbau.

05

Gas- und Nährstoffnutzung

Das erzeugte Biogas kann energetisch genutzt oder zu Biomethan aufbereitet werden. Die Nährstoffströme werden zu organischen NPKS-Düngemitteln und gegebenenfalls flüssigen Düngerprodukten aufbereitet.

Kundennutzen

Mehr Wertschöpfung aus bereits vorhandenen Stoffströmen.

Zusätzliche Energiegewinnung

Erschließung organischer Substanz, die nach einer konventionellen ersten Fermentation noch in den festen Gärresten enthalten ist.

Erhalt der Pflanzennährstoffe

Die mineralischen Nährstoffe werden nicht thermisch zerstört, sondern in aufgewerteten organischen Düngemittelprodukten gebündelt.

Kreislaufführung von Prozesswasser

Filtrate und Kondensate werden soweit verfahrenstechnisch möglich als Suspendierungs- und Prozessflüssigkeit zurückgeführt.

Geringerer Bedarf an neuer Anbaubiomasse

Die zusätzliche Energie entsteht aus bereits verfügbaren Rückständen und konkurriert daher nicht erneut um Ackerflächen sowie Lebens- oder Futtermittel.

Geeignete Stoffströme

Geeignete Gärreste für Nachvergärung und zusätzliche Methangewinnung

Feste Gärreste aus Biogasanlagen für EnergiepflanzenRohfaserreiche Pflanzenreste und StrohsilagenTierische Exkremente mit hohem TrockensubstanzgehaltTrester, Brau- und Brennereirückstände sowie Stärkepülpen

Projektentwicklung

Prüfen wir gemeinsam, ob diese Verfahrenslösung zu Ihren Stoffströmen und Projektzielen passt.

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