Annahme und Aufbereitung
Feste Fermentationsrückstände mit hohem Trockensubstanzanteil werden angenommen, gegebenenfalls mit weiteren rohfaserreichen Reststoffen gemischt und mechanisch aufbereitet.
Verfahrenslösung für Gärreste
Faserreiche Gärreste aus bestehenden Biogasanlagen enthalten häufig noch nutzbares organisches Potenzial. Das Verfahren kombiniert Aufbereitung, Hydrolyse und Nachvergärung, um zusätzliche Energie zu gewinnen und Nährstoffe als Düngemittel aufzuwerten.
Ausgangsproblem
Nach der ersten Methanfermentation verbleiben insbesondere lignocellulosehaltige Pflanzenfasern. Sie sind mikrobiologisch schwer zugänglich, enthalten jedoch weiterhin energetisch nutzbare organische Substanz. Gleichzeitig besitzen die Rückstände wertvolle mineralische Pflanzennährstoffe, die in anwendungsfähige Produkte überführt werden sollen.
Verfahrensprinzip
Feste Fermentationsrückstände mit hohem Trockensubstanzanteil werden angenommen, gegebenenfalls mit weiteren rohfaserreichen Reststoffen gemischt und mechanisch aufbereitet.
Eine intensive, zeitlich begrenzte Sauerstoffbehandlung – als Intensivrotte und/oder in der Biosuspension – verbessert die Zugänglichkeit der faserreichen organischen Bestandteile.
Filtrate und Kondensate aus der nachgeschalteten Aufbereitung werden als Prozessflüssigkeit zurückgeführt. So entsteht eine pumpfähige Biosuspension für die Nassfermentation.
Hydrolyse und anaerobe Methanbildung erfolgen räumlich getrennt. Kulturerhaltende Prozessführung und mesophile beziehungsweise thermophile Stufen unterstützen einen stabilen biologischen Abbau.
Das erzeugte Biogas kann energetisch genutzt oder zu Biomethan aufbereitet werden. Die Nährstoffströme werden zu organischen NPKS-Düngemitteln und gegebenenfalls flüssigen Düngerprodukten aufbereitet.
Kundennutzen
Erschließung organischer Substanz, die nach einer konventionellen ersten Fermentation noch in den festen Gärresten enthalten ist.
Die mineralischen Nährstoffe werden nicht thermisch zerstört, sondern in aufgewerteten organischen Düngemittelprodukten gebündelt.
Filtrate und Kondensate werden soweit verfahrenstechnisch möglich als Suspendierungs- und Prozessflüssigkeit zurückgeführt.
Die zusätzliche Energie entsteht aus bereits verfügbaren Rückständen und konkurriert daher nicht erneut um Ackerflächen sowie Lebens- oder Futtermittel.
Geeignete Stoffströme
Projektentwicklung
Hinweis: Die konkrete technische Auslegung sowie die Klärung von Schutz- und Nutzungsrechten erfolgen projektbezogen.