Mobile und modulare Bioenergietechnik

Mobile Biogasanlage für dezentrale Standorte

Die modular aufgebaute Anlage verwertet Fäkalschlämme, biogene Haushaltsabfälle und vergleichbare Reststoffe auch an Standorten mit eingeschränkter oder fehlender kommunaler Infrastruktur. Transportable Prozessmodule, mehrstufige Fermentation sowie eine schwerkraft- und gasdruckgestützte Medienführung reduzieren den mechanischen Energiebedarf und schaffen die Voraussetzungen für einen weitgehend energieautarken Betrieb.

Ausgangsproblem

Biogene Reststoffe sicher verwerten – auch ohne ausgebaute Infrastruktur

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Eingeschränkte Infrastruktur

An dezentralen Standorten fehlen häufig Kanalisation, zuverlässige Energieversorgung und geregelte Entsorgungswege für biogene Reststoffe.

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Hoher Eigenenergiebedarf

Konventionelle Pumpen, Rührwerke und Gasverdichter erschweren bei kleinen Anlagen einen energieautarken und wirtschaftlichen Betrieb.

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Hygiene und Emissionen

Fäkalschlämme sowie Küchen- und Speisereste benötigen eine geschlossene, hygienisierende Behandlung, um Gerüche, Klimagase und Gewässerbelastungen zu vermeiden.

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Wechselnde Mengen und Standorte

Unterschiedliche Stoffmengen und Einsatzorte erfordern vorgefertigte, transportfähige und modular erweiterbare Anlagenkomponenten.

Funktionsprinzip

Mehrstufige Fermentation mit schwerkraft- und gasdruckgestützter Medienführung

1

Biosuspension herstellen

Die biogenen Einsatzstoffe werden im Vorbehälter fluidisiert, zerkleinert und mit Prozessflüssigkeit homogen zu einer Biosuspension für die Nassfermentation vermischt.

2

Mesophile Hauptfermentation

Die erste anaerobe Stufe wird als kulturerhaltender Durchlauf-Fermenter im mesophilen Milieu betrieben und stabilisiert die Methanbildung bei wechselnden Einsatzstoffqualitäten.

3

Thermophile Nachfermentation

Mindestens zwei nachgeschaltete Behälter werden batchweise im thermophilen Milieu betrieben. Dadurch werden Mindestbehandlungszeiten und eine Vollstrom-Hygienisierung unterstützt.

4

Schwerkraftgestützter Substrattransport

Höhenversetzt angeordnete Prozessbehälter und gesteuerte Ventile ermöglichen die Umlagerung der flüssigen Fermentationssubstrate weitgehend ohne zusätzliche Pumpen.

5

Biogas als Umwälzmedium

Biogas aus vorgeschalteten Behältern wird bodennah in die nachfolgenden Stufen geführt. Der Eigendruck unterstützt die Substratumwälzung und den Gastransport ohne dauerhaft arbeitende Rührwerke oder Verdichter.

6

Gas- und Düngemittelnutzung

Im Gärresttank erfolgt eine biologische Vorentschwefelung. Das Biogas kann im Blockheizkraftwerk oder Gaskessel genutzt werden; durch Phasentrennung entstehen flüssige und feste organische NPKS-Düngemittel.

Konstruktive Merkmale und Nutzen

Transportable Prozessmodule mit geringem mechanischem Aufwand

Containerisierte Prozessmodule

Die transportablen Komponenten überschreiten die maximalen Abmessungen standardisierter Transportcontainer nicht und können weitgehend werkseitig ausgestattet werden.

Höhenversetzte Behälteranordnung

Die Behälter aufeinanderfolgender Behandlungsstufen werden auf unterschiedlichen Höhenniveaus angeordnet, damit der hydrostatische Druck für den Medientransport genutzt werden kann.

Druckfeste Gasräume

Gasdichte Prozessbehälter mit abgestuften zulässigen Überdrücken ermöglichen die Weiterleitung des Biogases durch mehrere Prozessstufen und seine Nutzung zur Umwälzung.

Wasserdichte Standortfläche

Eine befahrbare, abflusslose und wasserundurchlässige Fläche mit umlaufender Aufkantung bildet einen Auffangraum und unterstützt den vorbeugenden Gewässerschutz.

Geringer mechanischer Aufwand

Schwerkraft, hydrostatischer Druck und der Eigendruck des Biogases ersetzen einen erheblichen Teil der sonst erforderlichen Pump-, Rühr- und Verdichterarbeit.

Flexible und energieautarke Nutzung

Die Kombination aus hohem Biogasertrag und reduziertem Eigenenergiebedarf unterstützt einen weitgehend energieautarken Betrieb an zeitweiligen oder dauerhaften dezentralen Standorten.

Beispielhafte Auslegungsdaten

Drei beispielhafte Anlagenvarianten

Fäkalschlämme

4,0 m³ Einsatzstoff pro Tag · 39,5 m³ Methan pro Tag · 10 kWel BHKW · 3,9 m³ Flüssigdünger pro Tag

Küchen- und Speisereste

2,6 t Einsatzstoff pro Tag · 376 m³ Methan pro Tag · 0,7 t Festdünger und 1,25 m³ Flüssigdünger pro Tag

Küchen- und Speisereste (erweiterte Anlagenvariante)

5,2 t Einsatzstoff pro Tag · 823 m³ Methan pro Tag · 1,1 t Festdünger und 3,5 m³ Flüssigdünger pro Tag

Die genannten Werte sind keine allgemeingültigen Leistungszusagen; die tatsächliche Auslegung hängt insbesondere von Stoffmenge, Zusammensetzung, Trockensubstanzgehalt und Standortbedingungen ab.

Technischer Hintergrund

Die dargestellte technische Lösung orientiert sich an der veröffentlichten internationalen Patentanmeldung WO 2022/096048 A1. Behältergrößen, Druckstufen, Werkstoffe, Sicherheits- und Genehmigungsanforderungen sowie die Auslegung für die jeweiligen Einsatzstoffe müssen projekt- und standortbezogen geprüft werden.

Technische Projektprüfung

Prüfen Sie mit uns, wie eine mobile Biogasanlage an Ihre Reststoffe, Standortbedingungen und gewünschte Verwertungsleistung angepasst werden kann.

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