Verfahrenslösungen

Biomethan aus biogenen Reststoffen: Verfahrenslösungen

Acht Verfahrenslösungen für Biogas und Biomethan aus vorhandenen Reststoffen – darunter Gärreste, Stroh, Schlempe, Biertreber sowie Reststoffe aus Stärke-, Kartoffel-, Palmöl- und Zuckerrohrverarbeitung. Klassische Energiepflanzen wie Maissilage stehen nicht im Mittelpunkt.

Verfahrenslösungen

Alle Verfahrenslösungen auf einen Blick

Acht spezialisierte Konzepte erschließen vorhandene Reststoffe für Biogas, Biomethan, Prozessenergie und Düngemittelprodukte. Die Gliederung nach Stoffströmen und Branchen erleichtert den direkten Einstieg in die passende Lösung.

Biogas und Biomethan

Bestehende Gärreste und faserreiche Biomassen weiter nutzen

Diese Lösungen erschließen zusätzliches Energiepotenzial aus bereits vorhandenen Fermentationsrückständen und lignocellulosehaltigen Reststoffen – ohne gezielten Einsatz klassischer Futter- und Energiepflanzen.

01

Gärreste verwerten und nachvergären

Gezielte Aufbereitung, Hydrolyse und erneute Methanbildung erschließen das verbleibende Energiepotenzial faserreicher Fermentationsrückstände und unterstützen die Rückgewinnung von Nährstoffen.

Typische Stoffströme: separierte Feststoffe · Gärreste · Biofiltrate

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02

Stroh und lignocellulosehaltige Reststoffe

Bestehende Biogasanlagen werden für schwer abbaubare, faserreiche Reststoffe weiterentwickelt. Vorbehandlung und angepasste Fermentation erhöhen Substratflexibilität und Wertschöpfung.

Typische Stoffströme: Stroh · Ernterückstände · faserreiche Abfallbiomasse

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Lebensmittel- und Fermentationsindustrie

Betriebliche Nebenströme in Energie und Wertprodukte überführen

Integrierte Kreislaufkonzepte reduzieren externe Energie-, Entsorgungs- und Abwasserkosten und führen Kohlenstoff sowie Pflanzennährstoffe in nutzbare Produkte zurück.

03

Biogas aus Schlempe und Bioethanolreststoffen

Ethanolschlempe und weitere Nebenströme werden zu Biogas, Prozessenergie und organischen NPKS-Düngemitteln verwertet. Das Konzept unterstützt eine weitgehend energieautarke Produktion.

Typische Stoffströme: Schlempe · Presskuchen · Hefe- und Prozessreststoffe

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04

Biogas aus Biertreber und Brauereireststoffen

Biertreber, Trebersaft und verbrauchte Brauhefe liefern Biogas, Wärme, Strom und bei geeigneter Einbindung auch Kälte für energieintensive Produktionsschritte.

Typische Stoffströme: Biertreber · Trebersaft · Brauhefe

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05

Biogas aus Reststoffen der Stärkeproduktion

Pülpen, Abfallstärke, Abfallgluten, Filterstäube und geeignete Abwasserschlämme werden zu Biogas, Prozessenergie und organischen Düngemittelprodukten verarbeitet.

Typische Stoffströme: Pülpen · Abfallstärke · Gluten · Schlämme

Stärkereststoffe verwerten
06

Biogas aus Kartoffelresten und Kartoffelpülpe

Schälmassen, stärkehaltige Weißwässer und organisch belastete Prozessströme werden in einer abgestimmten Prozesskette energetisch und stofflich genutzt.

Typische Stoffströme: Schälmassen · Weißwässer · Reinigungsmedien · Schlämme

Kartoffelreststoffe verwerten

Internationale Agrarindustrien

Große Reststoffpotenziale aus Palmöl und Zuckerrohr erschließen

Die Konzepte verbinden Reststoffbehandlung, Biogas- beziehungsweise Biomethanerzeugung, betriebliche Energieversorgung und Nährstoffrückgewinnung für internationale Produktionsstandorte.

07

POME und Palmölreststoffe

POME, Dekanterschlamm und weitere flüssige oder feinteilige Reststoffe werden integriert behandelt und für Biogas, Biomethan, Prozessenergie und Düngemittelprodukte genutzt.

Typische Stoffströme: POME · Dekanterschlamm · EFB-Fraktionen

Palmölreststoffe verwerten
08

Vinasse, Pressmud und Bagasse

Zuckerrohrstroh, Bagasse, Pressmud und Vinasse werden zu Energie und organischen Düngemitteln verwertet. Speicher- und Stoffstromkonzepte ermöglichen einen ganzjährigen Betrieb.

Typische Stoffströme: Zuckerrohrstroh · Bagasse · Pressmud · Vinasse

Zuckerrohrreststoffe verwerten

Typische Kundenprobleme

Welche Probleme kann das Ingenieurbüro lösen?

01

Biogene Reststoffe verursachen Kosten

Gärreste, Schlempe, Stroh, Palmölreststoffe oder Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie müssen gelagert, transportiert oder entsorgt werden.

Lösung:

Entwicklung geeigneter Verfahrens- und Anlagenkonzepte zur energetischen und stofflichen Nutzung dieser Reststoffe.

02

Unsicherheit bei Technik und Verfahren

Unklare Stoffdaten, ungeprüfte Lieferantenangaben und nicht abgestimmte Schnittstellen erhöhen Investitions- und Betriebsrisiken.

Lösung:

Unabhängige technische Prüfung, Stoffstrombewertung, Plausibilitätskontrolle und klare Definition der Anlagen- und Liefergrenzen.

03

Komplexe Projektabwicklung

Viele Beteiligte, internationale Lieferketten, Termin- und Kostendruck sowie unterschiedliche technische Standards erschweren die Umsetzung.

Lösung:

Strukturierte Projektkoordination, Termin- und Qualitätskontrolle, Bauüberwachung sowie Begleitung bis zur Inbetriebnahme.

04

Steigende regulatorische Anforderungen

EU- und nationale Vorgaben zu erneuerbaren Energien, Treibhausgasreduktion, Nachhaltigkeit und Biomethan beeinflussen Investitionen und Betrieb.

Lösung:

Technische Einordnung der Anforderungen und Übertragung auf Anlagenkonzept, Dokumentation und Projektentscheidungen – bei Bedarf gemeinsam mit spezialisierten Rechts- und Zertifizierungspartnern.

05

Unklare Wirtschaftlichkeit und Erlösquellen

Energiepreise, Biomethanerlöse, Rohstoffkosten, Entsorgungskosten und mögliche Erlöse aus CO₂-Zertifikaten müssen gemeinsam betrachtet werden.

Lösung:

Technisch-wirtschaftliche Bewertung von Varianten und nachvollziehbare Grundlagen für Investitions-, Finanzierungs- und Betreiberentscheidungen.

06

Betriebsprobleme und fehlende Anlagenperformance

Unstabile Prozesse, hoher Eigenenergiebedarf, Wartungsprobleme oder nicht erreichte Leistungswerte belasten den Betrieb.

Lösung:

Analyse von Prozessführung und Betrieb, Erarbeitung von Optimierungsmaßnahmen sowie Betriebs-, Wartungs- und Schulungskonzepten.

Spezialisierte Verfahrenslösung

Stoffliche und energetische Verwertung fester Rückstände der Methanfermentation

Die Verfahrenslösung erschließt das noch vorhandene Energiepotenzial fester, faserreicher Fermentationsrückstände und verbindet die zusätzliche Biomethangewinnung mit der Aufwertung der enthaltenen Pflanzennährstoffe zu verwertbaren Düngemittelprodukten.

Gärrestverwertung ansehen
Feste Fermentationsrückstände Aerobe hydrolytische Vorbehandlung Mehrstufige Methanbildung Biogas/Biomethan und organische Düngemittel

Verfahrenslösung für Bioethanolanlagen

Stoffliche und energetische Verwertung biogener Reststoffe der Bioethanolproduktion

Ethanolschlempe und weitere Reststoffe werden zu Biogas, Prozessenergie und organischen NPKS-Düngemitteln verwertet. Die integrierte Prozessführung senkt Energie-, Logistik- und Entsorgungskosten.

Schlempe-Verwertung ansehen
Ethanolschlempe und BrennereireststoffeAerobe HydrolyseMehrstufige MethanfermentationProzessenergie und NPKS-Düngemittel

Kundennutzen

Welchen konkreten Mehrwert erhalten meine Kunden?

Geringere Projekt- und Investitionsrisiken

Fehler und kritische Schnittstellen werden möglichst früh erkannt, bevor sie in Bau oder Betrieb hohe Folgekosten verursachen.

Bessere Entscheidungsgrundlagen

Technische, wirtschaftliche und betriebliche Auswirkungen werden transparent dargestellt und Varianten vergleichbar gemacht.

Zusätzliche Wertschöpfung aus Reststoffen

Reststoffe können als Rohstoff für Biomethan, Wärme, Strom oder weitere verwertbare Produkte erschlossen werden.

Potenzial zusätzlicher Erlöse

Je nach Projekt können neben Energie- und Biomethanerlösen auch vermiedene Entsorgungskosten und Erlöse aus CO₂-Zertifikaten berücksichtigt werden.

Mehr Termin-, Kosten- und Planungssicherheit

Klare Aufgaben, definierte Schnittstellen, strukturierte Dokumentation und kontinuierliche Projektkontrolle verbessern die Umsetzbarkeit.

Unabhängige Interessenvertretung

Die Beratung ist nicht an einen Anlagenhersteller oder Lieferanten gebunden und orientiert sich an den technischen und wirtschaftlichen Zielen des Kunden.

Ihr Projekt

Lassen Sie uns die technische Aufgabe und den möglichen Kundennutzen gemeinsam klären.

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